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Los geht's

Mehr Freiraum fuer Kinder

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Wir fassen die Kampagne für Sie zusammen.

Welche Ziele haben wir uns gesteckt?
Was haben wir erreicht?
Und wie geht es weiter?






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Ein breiter Gehweg, eine ruhige Straße, eine Wiese, ein Garagenvorplatz:
Sobald eine freie Fläche zur Verfügung steht, nehmen Kinder sie in Besitz und machen sie zum Spielraum. Sie nutzen sichere Wege in einem verkehrsarmen Wohnumweld deutlich häufiger als in einer verkehrsreichen Umgebung. So entwickeln sie motorische Fähigkeiten, Sozialkompetenz und Orientierungsvermögen - Fähigkeiten, die für eine sichere und eigenständige Teilnahme am Straßenverkehr wesentliche Voraussetzungen darstellen.

Der Arbeitskreis Verkehrssicherheit des Landes NRW hat deshalb im September 2014 die Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ gestartet. Mit der Kampagne wurden Kommunen unterstützt, die sich für die sichere und eigenständige Mobilität von Kindern einsetzen und den Straßenraum als Spiel- und Bewegungsraum (nicht nur) für Kinder (zurück)gewinnen wollten.

22 Kommunen wurden ausgewählt und haben – unterstützt vom Kampagnen-Team und dem Planungsbüro STADTKINDER  – gesamtstädtische Konzepte erstellt und verabschiedet sowie erste Maßnahmen umgesetzt.

In diesen Kommunen sollen Kinderinteressen künftig bei allen Planungsmaßnahmen für den öffentlichen Raum berücksichtigt werden.

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Im Jahr 2015 suchte das Projektteam erstmals Kommunen, die Partner der Kampagne werden wollten. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden folgende Kommunen ausgewählt: Alfter, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Bonn, Bottrop, Duisburg, Essen, Euskirchen, Oberhausen und Rommerskirchen.

Im Frühjahr 2016 gab es einen zweiten Aufruf. Zwölf weitere Partnerkommunen kamen dazu: Bad Driburg, Bad Münstereifel, Bocholt, Bornheim, Brühl, Ibbenbüren, Jülich, Marl, Merzenich, Mülheim a. d. R., Soest, Waldbröl.

In den Partnerkommunen fanden Sondierungsgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachbereiche statt. Es folgten Auftaktworkshops, in denen die Ziele und Projekte definiert und Maßnahmen herausgearbeitet wurden. Darüber hinaus wurde verabredet, wie Bürgerinnen und Bürger sowie die Kinder selbst an der Kampagne beteiligt werden sollten.

Alle Kommunen stellten zum Ende des Prozesses jeweils ein eigenes Konzept auf, wie sie die Ziele der Kampagne vor Ort umsetzen wollten.

Aussagen zur kontinuierlichen interdisziplinären Zusammenarbeit von Stadt- und Verkehrsplanung, Verkehrssteuerung und -lenkung, Freiraumplanung, Jugend und Soziales wurden fester Bestandteil aller Konzepte.

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Wichtige Meilensteine der Kampagne: Die beiden Fachkonferenzen zum Abschluss der 1. und 2. Runde.

Bereits auf der 1. Fachkonferenz am 6. April 2017 in Düsseldorf hatten die Partnerkommunen vorgestellt, welche Schwerpunkte sie bei ihren Konzepten gesetzt hatten, welche Strukturen geschaffen und welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden.

Die 2. Fachkonferenz am 19. März 2018 war ebenfalls ein voller Erfolg.

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Eindrücke und Stimmen von der 2. Fachkonferenz "Mehr Freiraum für Kinder".

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Insgesamt 22 Kommunen in NRW haben großes Engagement für die Nutzbarkeit des öffentlichen Raums durch Kinder gezeigt. Vier Beispiele - je zwei aus jeder Förderperiode - stellen wir Ihnen hier vor.

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Neben vielen anderen Maßnahmen legte die Stadt Euskirchen Wert darauf, die Kindersicht mit in ihre Planungsüberlegungen einzubeziehen. Dafür kreierten die Euskirchener mit Unterstützung des Planungsbüros STADTKINDER aus Dortmund in der 1. Förderperiode die „Streifzüge“. 

In Kooperation mit der Grundschule  Kuchenheim gingen Anfang Juli drei Schülergruppen aus den 1., 2. und 4. Klassen mit je zwei Begleitern und Begleiterinnen auf einen Weg, den die Kinder selbst ausgesucht hatten. Start und Ende der Tour war der Schulhof. Die Kinder hatten dabei die Gelegenheit, vor Ort ihre Ideen und Wünsche einzubringen, wie einzelne Punkte auf ihren Wegen verbessert werden können. Im Vorfeld hatte das Planungsbüro STADTKINDER dafür im Juni 2016 alle Begleiterinnen und Begleiter der geplanten Streifzüge geschult. 

Die Ergebnisse wurden in einer Dokumentation zusammengefasst. Auf dieser Basis wurden anschließend Aktionsfelder bestimmt. Einen Teil der Vorschläge bearbeitete die Stadtverwaltung kurzfristig – zum Beispiel sorgte sie schnell dafür, an einer Vogelnestschaukel einen fehlenden Sitz zu ergänzen. Die weiteren Aktionsfelder teilte sie in mittel- und langfristig ein und verteilte sie nach Zuständigkeiten. Diese wurden – wieder mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, z.B. innerhalb von Planungswerkstätten – umgesetzt. Um die Finanzierung zu sichern, prüfte die Stadt die Verfügbarkeit von städtischen Haushaltsmitteln, Fördermitteln oder Spenden.


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Auch Oberhausen beteiligte sich in der 1. Förderperiode an der Kampagne "Mehr Freiraum für Kinder". Pünktlich zum Weltkindertag 2016 richtete die Stadt die erste Spielstraße auf Zeit ein. Dazu sperrte sie die Altenberger Straße und weitete das Festgelände auf die Altenberger Straße und den Altenberger Park aus. Die Kinder konnten den ganzen Straßenraum frei nutzen - zum Beispiel zum Malen und Spielen.

Die Verkehrsplaner der Stadt nutzten die Gelegenheit, um mit den anwesenden Erwachsenen über ihre Bereitschaft zu sprechen, im Alltag immer wieder Straßenzüge oder Garagenhöfe als Spielorte zur Verfügung zu stellen. Viele zeigten sich interessiert und signalisierten Kooperationsbereitschaft.

Die Stadt Oberhausen sucht nun auch weiterhin interessierte Nachbarschaften, die mit Unterstützung der Stadtverwaltung ihre Wohnstraße für einige Stunden sperren und zum Spielen freigeben wollen.

Zudem wurden separate Verfahren zur Beteiligung von Kindern in die Ausschreibungen integrierter Handlungskonzepte und eines Nahmobilitätskonzepts aufgenommen. So ist eine frühzeitige Berücksichtigung von Kinderbelangen gewährleistet.

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Monika Umlauf von der Stadt Ibbenbüren erzählt von den konkreten Maßnahmen, die in der Stadt für die eigenständige Mobilität und das freie Spiel von Kindern in der 2. Förderperiode umgesetzt wurden.

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Udo Lutz berichtet vom Engagement der Stadt Marl für die Kampagne "Mehr Freiraum für Kinder" in der 2. Förderperiode.

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"Wenn meine Freunde draußen spielen, geh ich auch raus. Seit wir sicher über die Straße können, spielen wir ganz viel auf der großen Wiese."

"Ich finde es super, dass die Straße verkehrsberuhigt wurde. Seitdem kann ich meine Kinder mit gutem Gewissen draußen toben lassen".

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Aus den Prozessen in unseren 22 Kommunen nehmen wir wichtige Erkenntnisse mit:

1. Um günstige Rahmenbedingungen für die eigenständige Mobilität von Kindern zu schaffen, ist ein frühzeitiges Hineinsteuern der Kampagnenziele in die Prozesse und Vorhaben der Stadtplanung, Stadtentwicklung sowie der Verkehrsplanung erforderlich.

2. Die regelmäßige Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen der Verwaltung ist von zentraler Bedeutung für Ideenvielfalt und Tragfähigkeit zielführender Planungsansätze. Sie sensibilisiert alle für die besonderen Belange von Kindern und trägt zu deren adäquater Berücksichtigung bei.

3. Die Prozessberatung und -begleitung durch Fachexperten hat sich als Unterstützungsformat bewährt.

Deshalb werden Mitgliedskommunen des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ künftig bei Qualifizierung konkreter Vorhaben im interdisziplinären Prozess durch ausgewiesene Fachexperten unterstützt.

Egal auf welcher räumlichen Ebene: auf der Straße, im Quartier oder in der Gesamtstadt – die spezifischen Anforderungen von Kindern und Jugendlichen an die Freiraum- und Verkehrsinfrastruktur, an Spiel- und Aufenthaltsflächen oder an Wegeverbindungen zwischen relevanten Alltags- und Freizeitorten können so rechtzeitig, adäquat und verbindlich berücksichtigt werden.

Sie wollen Kontakt zu uns aufnehmen? Suchen Sie Ihren passenden Ansprachpartner unter "Das Kampagnenteam" weiter unten auf dieser Websseite.

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Ministerium für Verkehr des Landes NRW

Ulrich Malburg
Tel. 02 11 / 38 43-32 46
Diana Hollmann
Tel. 02 11 / 38 43-32 51

Projektkoordination:

Zukunftsnetz Mobilität NRW

Koodinierungstelle Rhein-Ruhr | Doris Bäumer
Tel. 02 09 / 15 84-347
Koordinierungsstelle Rheinland | Meike Wiegand
Tel. 02 21 / 20 80 8-730
Koordinierungsstelle Westfalen | Sabrina Spiertz
Tel. 02 51 / 62 70-141
Koordinierungsstelle Ostwestfalen-Lippe | Anke Land
Tel. 05 25 1 / 12 33-48

www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de

Unsere Partner

Die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehrssicherheit beim Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen:
 
ADAC Nordrhein e.V., ADFC NRW Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW e.V., Deutscher Kinderschutzbund e.V., Deutsches Kinderhilfswerk e.V., Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Hochschule Niederrhein – FB Wirtschaftsingenieurwesen, Landesverkehrswacht NRW e.V. , Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW, Ministerium des Innern NRW, Ministerium für Schule und Bildung NRW, Städte- und Gemeindebund NRW, TÜV Rheinland Group, Unfallkasse NRW, Verkehrsclub Deutschland LV NRW e.V., Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS), Vorschulparlamente NRW, Zukunftsnetz Mobilität NRW

Mit besonderer Unterstützung der Unfallkasse NRW




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Weitere Infos zur Kampagne
gibt es auf
http://www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de/



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